Der 1951 in Neubrandenburg in der ehemaligen DDR geborene, hauptamtlich als Porträtfotograf tätige, Bernd Lasdin ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Künstler. Von 1968 bis 1970 absolvierte er sein Abitur und die Fotografenlehre. Sein erster Arbeitgeber war bis zum Jahre 1978 der Sportclub Neubrandenburg. Lasdin war dort als Film- und Fotomitarbeiter für die Dokumentation mitverantwortlich. Wie sich später herausstellen sollte nicht nur für die rein sportliche.

Im Anschluss arbeitete er für eine Tageszeitung, die „Freie Erde“, als Fotoreporter. Dabei erfolgte im Jahre 1979 seine Aufnahme in den Verband der Journalisten der Deutschen Demokratischen Republik und von 1984-1987 sein Fernstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Als Kandidat des Verbandes der Bildenden Künstler in der DDR begann Lasdin seine freiberufliche Tätigkeit und wurde 1990 noch Mitglied im Verband der Bildenden Künstler im Bund der Fotografen. Mit all seiner Reputation bekam Bernd Lasdin nach der Wende viele Stipendien, einen Lehrauftrag für Fotografie an der Fachhochschule Neubrandenburg sowie einen sogenannten Werkvertrag mit der Heinrich-Böll-Stiftung. Die wichtigste Auszeichnung erhielt der Fotograf anlässlich der 7. Internationalen Fototage in Mannheim 2005 zur „Fotopersönlichkeit des Jahres“.

Sein in der gesamten Zeit geschaffenes Hauptkunstwerk sind sehr tiefgründige portraitfotografische Bildserien, die, in mehreren Fotobänden aufgelegt, eine beeindruckend authentische Sicht auf die Sozialgeschichte